Zumikerlauf by TG Hütten

Alissa König - Triathletin

Alissa König - Triathletin
Eckdaten von Alissa König
Adresse Käntlibachstrasse 15, 8635 Dürnten
E-Mail alissa.koenig(at)hispeed.ch
Geburtsdatum 15. Februar 1996
Beruf, Ausbildung Sportsoldat Schweizer Armee / Kauffrau
Sport Triathlon
Trainer Gordon Crawford
Frühere Trainer Michi Rüegg
Kader  Nationales C-Kader Swisstriathlon
Ziele 2019

 

 

 

Saisonbericht Alissa König

Januar 2019 – Mai 2019

 

Nach einer sehr schwierigen letzten Saison habe ich mich dazu entschieden eine längere Auszeit zu nehmen. Ich bin drei Wochen nach Thailand gereist, um einen klaren Kopf zu kriegen und mich mental richtig zu erholen. 

Klar war eines, es musste etwas passieren. 

Als erstes habe ich mich diverse ärztliche Abklärungen unterzogen, mit dem Ziel eine stabilere Gesundheit zu erreichen.

Ebenfalls habe ich mich nach 7 Jahren entschlossen einen Trainerwechsel zu machen. Diese Entscheidung war für mich alles andere als einfach. Doch ich wusste, ich muss etwas ändern und riskieren. Neue Trainingsreize setzen. Volles Risiko!

 

Viele Änderungen kamen auf mich zu, doch ich war erholt und bereit weiter zu kämpfen. So begann das Jahr für mich mit diversen Trainingslagern in Davos, Tenero und Gran Canaria. Die restlichen Trainings fanden in Wallisellen statt, wo auch mein neuer Trainer, Gordon Crawford, lebt. Er betreut in Wallisellen drei weitere Athleten und steht jeden Morgen am Beckenrand für alle Athleten des nationalen Leistungszentrums. Gordon ist Schotte und ist nun seit einem Jahr der National Trainer von Swiss Triathlon. 

Als ich mich Anfang Januar dazu entschieden habe die gesamte Planung ihm zu übergeben, war er sich bereits sicher „We’re gonne change you!“ Gordon versicherte mir mit einer starken Überzeugung in 12 Wochen sei ich „eine neue Alissa“. Ich blickte dem ganzen natürlich etwas skeptisch entgegen aber war sehr gespannt auf die Reise mit ihm.

Langsam aber sicher kam auch meine Motivation wieder richtig zurück und ich konnte mich voll und ganz auf den Sport konzentrieren. Ich fing mich sprichwörtlich selber auf ! 

Mentaltraining stand nun mit auf meinem Trainingsplan, denn auch da sollte ich endlich mein Selbstbewusstsein stärken. 

Zudem bekam ich Anfang Januar die riesengrosse Chance bei der Firma Quooker im Büro zu arbeiten. Mir war schon immer klar ich möchte neben dem Sport arbeiten um meine Eltern zu entlasten und auch mich selber zu unterstützen. Mal ganz abgesehen von der positiven mentalen Abwechslung zum Trainingsalltag. 

 

So hatte ich durch den Winter durch eine gute Base und konnte mich gut fokussieren und trainieren. Mein Saisonstart war etwas ungeplant Ende März am Europacup in Huelva über die Olympischer Distanz. Ich war extrem skeptisch, doch Gordon war sich sicher „Es wird dich taffer machen“.

Also ging ich mit meiner Mutter & meinem Rad im Gepäck los Richtung Spanien. 

Die Wellen beim Schwimmen waren riesig und machten mir sehr zu schaffen. 

Aus diesem Grund fand ich mich nicht einmal in einer richtigen Gruppe wieder. 

Dank meiner Stärke auf dem Rad konnte ich mich mit einer weiteren Athletin in die Verfolgergruppe vor kämpfen.

Das harte Rad machte sich dann aber auf der 10km Laufstrecke bemerkbar und so durfte ich mit dem 17. Rang zufrieden sein. 

 

Bereits drei Wochen später wurde die Triathlon Saison auch in der Schweiz eröffnet, beim int. Wallisellen Triathlon. Schneeprognosen und drei bis maximal fünf Grad machten mir die Entscheidung schwer überhaupt zu starten. Einige Stunden vor Start dann die Entscheidung der Schiedsrichter; Duathlon! Früher meine absolute Lieblings Wettkampfart, heute eher nicht mehr so, da das Laufen ja anscheinend nicht mehr meine Stärke sei.

Trotz den Wetterbedingungen entschied ich mich an den Start zu gehen. Nach dem ersten Laufen wechselten wir bereits in die 4-köpfige Spitzengruppe aufs Rad.

Die Beine waren dann bei Laufen da und so konnte ich auf den abschliessenden 4 Kilometer mit meinen zwei Mitstreiterinnen mithalten. Im Ziel fehlten mir gerade mal 2.6 Sekunden auf den Sieg und 1.4 Sekunden zu Silber. Die Lauf Form stimmte also, ich war mehr als zufrieden!

Nach Wallisellen ging es dann gleich weiter in das letzte Vorbereitungslager nach Saint Raphael. Die Wetterbedingungen machten es uns leider etwas schwieriger. Trotz viel Wind und Regen machten wir auch hier das Beste draus und wir konnten gute Trainings durchführen.

 

Etwas kurzfristig entschied ich mit Gordon zusammen am Weltcup in Madrid zu starten. Eigentlich hiess es Anfang der Saison noch, erst einmal Erfahrungen und gute Plätze auf dem Europacup Level zu sammeln und dann langsam in die Weltcups starten. 

Es freute mich natürlich umso mehr, dass er mir bereits Anfang Mai einen Weltcup zutraute.

Doch ein Todesfall in meinem engen Familienumfeld machte mir eine Woche vor dem geplanten Start in Madrid sehr zu schaffen. Ich war weder mental noch physisch   gut vorbereitet. Ob ich es überhaupt nach Madrid schaffen würde, war mir zu diesem Zeitpunkt unklar und auch ziemlich gleichgültig. 

Zwei Tage vor Abflug nach Madrid entschied ich mich dann aber zu gehen und für meinen Grosspapi zu starten,. Mein grösster Supporter & Fan! 

Das Schwimmen lief ganz nach Wunsch und ich fand mich in der Verfolgergruppe, eines sehr stark besetzten Weltcups, wieder. Das Rad war sehr hart und ich konnte gut mitarbeiten. Dies zeigte sich dann auch schnell auf der Laufstrecke. Die Beine liessen meiner Meinung noch zu wünschen übrig. Doch dies war mir egal, ich konnte über die Ziellinie gehen und dies war mein wichtigstes Ziel an diesem Tag. 

Meine Laufzeit war trotz allem sehr solide und einiges besser als im Vorjahr, womit dieser WC Triathlon für mich auf Rang 26. endete.

 

Nun blieben drei weitere Wochen um nochmals hart zu trainieren und fokussiert zurück an die Arbeit zu gehen. Diese Wochen liefen Ideal und so stand auch schon der Triathlon in Sion, welcher als Elite Schweizermeisterschaft ausgetragen wurde, vor der Tür. Ich habe mir viel vorgenommen für diesen Tag und mir war klar, jetzt muss ich zeigen was ich kann. Ich wusste ich war fit und so war es dann auch. 

Bereits das Schwimmen verlief nach Wunsch und ich stieg etwa 30 Sekunden hinter den beiden Spitzenschwimmerinnen aus dem Wasser. 

Die Verfolgergruppe hat perfekt zusammengearbeitet und so konnten wir die 30 Sekunden bereits in den ersten 5 Radkilometern aufholen. Ich stieg vom Rad und wusste, das Podest soll heute möglich sein. Die ersten 2.5 Kilometer liefen wir zu dritt vorne weg. Die Beine fühlten sich gut an. Doch als mein Vater mir Ende der ersten Runde zu rief „Penalty“, sprintete ich aus dem Bauch sofort los, direkt Richtung Penaltybox. Jetzt war mir klar, dass ich richtig Gas geben musste. Die 10 Sekunden fühlten sich wie Ewig an. Ich fand nach dem unfreiwilligen Stopp aber schnell wieder in meinen Rhythmus und startete meine Aufholjagt. Nach nur einem Kilometer konnte ich die erste Konkurrentin überholen und schloss zugleich zur Führenden auf. Die Anweisungen vom Trainer waren klar „Heute musste du riskieren“. Mit seinen Worten im Ohr riskierte ich einen langen Sprint und konnte mich 400m vor dem Ziel von meiner letzten Gegnerin absetzen. 

Elite Schweizermeisterin 2019 und das trotz Penalty! - Ich bin überwältigt. 

 

Nun habe ich zwei weitere Wochen um mich zu erholen und nochmals gut zu trainieren, bevor es an den nächsten Europacup in die Ukraine geht! 

Ich bin extrem motiviert und freue mich auf die weitere Saison.

 

Alissa

Palmares / Erfolge
2019
Gold SM Triathlon Elite
2016
10. Rang Elite EC Madrid
12. Rang U23 WM Cozumel
12. Rang U23 EM Burgos
10. Rang 1. Triathlon Bundesliga Ingoldstadt
2015

14. Rang U20 EM

20. Rang U20 WM

Silber SM U20

2014

3 x EC U20 Teilnahme (11. / 16. / 25.)
Silber Schweizermeisterschaften Triathlon (U20)

2013
7. Rang, Europameisterschaften Triathlon (U18 Team)
Gold Schweizermeisterschaften Triathlon (U18)
38. Rang EM Triathlon U20
14. und 21. Rang EC Triathlon U20
2012 7. Rang, Europameisterschaften Triathlon (U18 Team)
Silber, Schweizermeisterschaften Triathlon (U18)
Gold, SM Cross (U18)
Gold, SM Duathlon (U18)
2011 Teilnahme EM U18 Triathlon Team
Gold SM Triathlon U16
Gold SM 2000 m U16
Gold SM Duathlon U16
2010 1. Rang SM Duathlon U16
2. Rang SM 2000 m U16
3. Rang SM Triathlon U16
3. Rang Youth League
2009 1. Rang SM Duathlon U14
1. Rang ZO Berglaufcup Overall Frauen
3. Rang SM 2000 m U16
1. Rang Cross Kantonalen ZH U14
2008 2. Rang ZKB Jugendlaufcup Kat. P
1. Rang Silvesterlauf Mädchen

 

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