Maui Marathon

Beim Maui Marathon 2026 stellte sich Dominik Schweizer von der TG Hütten einer besonderen Herausforderung unter tropischen Bedingungen.

Auf der anspruchsvollen Strecke entlang der Küste lief Dominik ein starkes Rennen und erreichte das Ziel in 3:34:39 Stunden. Damit klassierte er sich auf dem hervorragenden 3. Rang in der Altersklasse M45–49 und sicherte sich einen Podestplatz in einem internationalen Teilnehmerfeld.

Der Wettkampf begann bereits frühmorgens um 05:00 Uhr, doch auch zu dieser Zeit machten die klimatischen Bedingungen den Läuferinnen und Läufern zu schaffen. Hohe Temperaturen und eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 % erschwerten die Kühlung und verlangten eine kluge Renneinteilung sowie konsequente Verpflegung.

 

Trotz dieser anspruchsvollen Voraussetzungen zeigte Dominik eine konstante Leistung über die gesamte Distanz und wurde mit einem starken Podestplatz belohnt. Der Maui Marathon bot einmal mehr eine eindrückliche Kulisse mit Palmen, Pazifikblick und internationalem Flair – ein unvergessliches Lauferlebnis.

 

Dominik berichtet im Ziel: "Der Start war bereits um 05:00 Uhr, aus gutem Grund. Denn obwohl die Sonne zu dieser Uhrzeit noch tief stand, waren die Bedingungen alles andere als kühl. Wer schon einmal in der Masoalahalle im Zoo Zürich unterwegs war, kennt dieses Klima: warm, feucht, drückend, genau so fühlte sich auch dieser Marathon an (23°C bei knapp 80%LF). 

Unterwegs gabs nur Gatorade und Wasser, Gels musste man selbst mittragen. Gewöhnungsbedürftig: Statt klassischer Getränkestationen mit Bechern gab es ausschliesslich Speedcups, und das bedeutete bei jedem Nachfüllen ein kurzer Stopp. Nicht gerade ideal, wenn man im Rhythmus bleiben möchte.

Sportlich war der Marathon für mich ein echter Überlebenskampf. Ich musste einen ungeplanten WC-Stopp einlegen (km15), ab der zweiten Hälfte hatte ich mehrfach Magenkrämpfe und es wurde mir schlecht, vermutlich vom Übertrinken mit der Absicht etwas mehr Kühlung zu erreichen. Genützt hat es nichts und ich war in der zweiten Rennhälfte als die Sonne voll runterdrückte gezwungen, mehrere Gehpausen einzulegen und die Pace zu reduzieren. Deshalb auch der massive Positivsplit. Es war definitiv kein Rennen für die persönliche Bestzeit, sondern vielmehr ein Kampf gegen Klima, Körper und Strecke.

Und die Strecke selbst? Ein zweigeteiltes Erlebnis. Die Aussicht war schlicht spektakulär: gezackte, sattgrüne Berge auf der einen Seite, der offene Ozean auf der anderen – eine absolute 10/10. Landschaftlich gehört dieser Marathon zu den eindrücklichsten, die ich je erlebt habe.

Das Laufen auf dem Highway dagegen: 1/10. Zwar war eine Fahrspur für das Rennen gesperrt, die zweite daneben jedoch nicht. Das bedeutete, dass der Verkehr praktisch direkt neben uns vorbeirauschte – kein besonders angenehmes oder sicheres Gefühl über 42,195 Kilometer hinweg.

Was den Maui Marathon dennoch besonders macht, sind die Menschen. Die Einheimischen und Helfer waren aussergewöhnlich freundlich, neugierig und fair. Überall spürte man ehrliche Begeisterung und Unterstützung. Man wurde angefeuert, angelächelt und immer wieder motiviert – ein herzliches Miteinander, das in Erinnerung bleibt.

Und insgesamt doch zufrieden mit 26. Overall und 3. AG 45-49"